Integration – und alle haben was davon. Unter diesem Motto hatte der Arbeitskreis Weiler Flüchtlingshilfe am 22.9.2018 zum Tag der offenen Tür eingeladen. Und so herrschte ein buntes Treiben rund um die Halle, die die Gemeinde für die Arbeit des Arbeitskreises zur Verfügung stellt.

Innen und außen präsentierten sich die verschiedenen Gruppen des Arbeitskreises. Dazu gehören das Café, die Sprachkurse, die Schwimmgruppe, Helfer bei Behördengängen, die Fahrradwerkstatt, die Techniker, die Kleiderkammer, die Möbelausgabe und -Transport und die Nähwerkstatt. All diese Angebote erleichtern das Ankommen und tragen täglich zu einem guten Miteinander in unserer Gemeinde bei und zu einer nicht unerheblichen Arbeitsentlastung der Gemeindeverwaltung.

Reinhold Rückle begrüßte die Besucher, Mitarbeiter aus Nachbararbeitskreisen, Bürgermeister Lahl, sowie die Rektorin der Grundschule, Frau Pfizenmaier, und die Lehrerin der Vorbereitungsklasse, Frau Kopp.

Wichtig dabei das Thema „Integration – und alle haben etwas davon“ z.B. im Sport. Einige der Flüchtlinge haben inzwischen Anschluss an die örtlichen Sportvereine gefunden. Andere arbeiten in örtlichen Betrieben.

Ebenso die Nähstube: Gemeinsam nähten Geflüchtete und Ehrenamtliche wiederverwendbare Einkaufstaschen für Obst und Gemüse – neben der Integration eine tolle Alternative zur Plastiktüte, die in Weiler Geschäften schon gut angenommen wird.

Die Arbeit leisten alle ehrenamtlich, in guter Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern im Rathaus und dem Landratsamt. Dies unterstrichen auch Bürgermeister Lahl und Sozialdezernent Schmid. Herr Lahl betonte: „Hier wird Integration gelebt – wir haben nur die Möglichkeit dazu geschaffen. Diese Arbeit ist unendlich viel wert, und wird mit den sich ständig verändernden Herausforderungen gut gemeistert.“ Herr Schmid unterstrich, dass die Zuwanderung der demografischen und wirtschaftlichen Stabilisierung der Gesellschaft helfen kann. Zugleich kommt es auf die Entwicklung des sozialen Miteinanders an.

Auch Frau Pfizenmaier betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitskreis. Die Zusammenarbeit begann vor etwa drei Jahren, als ca. 800.000 Menschen nach Deutschland kamen, von denen heute 188 in Weil im Schönbuch leben. „Die große Anzahl der Kinder ohne Deutschkenntnisse im Unterricht war Neuland und eine große Herausforderung für uns“, erklärt sie. „Durch die gute Zusammenarbeit und Unterstützung des Arbeitskreises ist es möglich, dass die Kinder in den verschiedenen Bereichen gut begleitet werden können.“

Dies zeigte sich auch im Schwerpunkt des Tages. Er lag bei Schule – Bildung – Sprache. So trugen geflüchtete Kinder die bebilderten Erzähltheaterstücke „Wer klopft bei Wanja in der Nacht“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ einem vergnügten Publikum vor.

Einen tollen Rahmen bot das Sportprogramm mit Tischtennis, Tischkicker und Basketball, es gab sogar einen Luftballonstart mit Grußkarten. Dies war sicher ein Highlight, das Groß und Klein begeisterte.

Vereinsmitglieder der Domäne Eschmühle, Geflüchtete und Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises stärkten die zahlreichen Besucher mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet und frisch gebackenen Waffeln.

So bot die fröhliche Stimmung eine tolle Möglichkeit Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen und viele neue Eindrücke über die Integrationsarbeit zu gewinnen. Es bleibt noch viel zu tun und deshalb lädt der Arbeitskreis herzlich alle neu Interessierten zur Mitarbeit ein.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse an unserer Arbeit.